Pentacon Six TL – analoge Aufnahmen mit Rollfilm

Die Serie beschreibt folgendes:
Wenn ich an Familie denke, kommt mir die botanische Einordnung der Pflanzen als erstes in den Sinn. Der zweite Gedanke von Familie lässt mich an meine Großeltern denken, mit denen ich aufgewachsen bin. Ihren grünen Daumen habe ich schon früh bewundert, doch selbst leider nicht geerbt. Weshalb ich eine Faszination für Blumen und Pflanzen aller Art entwickelt habe, deren Schönheit und Vielfalt mir bis auf weiteres unergründlich bleibt. So wie man bestimmte Pflanzenarten ihren Familien zuordnet, ist auch jeder Mensch als Individuum einer Familie zuzuordnen, deren Gene sich in ihm wiederfinden. Sehe ich mir nun meine Großeltern mit ihrem Händchen für Gartenarbeit an, ihrer Vorliebe für Grünes, spiegelt sich das in mir insofern wieder, dass ich in meinem Alltag auf floral gestaltete Sachen achte, mir schön angelegte Parks ins Auge fallen, ich mich an blühenden Pflanzen erfreue, eben weil es mich an die Zeit denken lässt, die ich mit meiner Oma und meinem Opa auf dem Land verbracht habe. Ich habe früher auch bei der Gartenarbeit geholfen, aber eher weniger Interesse für das abgestorbene Pflanzenmaterial gezeigt. Meine Vorliebe gilt mehr dem Betrachten der vollen farbenfrohen Blüten, ihren Strukturen und ihrer Formenvielfalt. Im Haus meiner Großeltern finden sich ebenso viele florale Details in Dekorationen und Zimmerpflanzen wieder, die von meiner Oma liebevoll ausgewählt wurden, um alles heimisch wirken zu lassen. Diese Angewohnheit habe ich mir auch abgeschaut, und dekoriere gerne mein Umfeld mit Dingen, die in irgendeiner Weise mit floralen oder ornamentalen Verzierungen versehen sind. Das verwundert und erfreut mich dann zugleich, weil ich nie gedacht hätte, diese Eigenheit, die vor allem meiner Oma angehört, auch zu übernehmen. Aber manches bleibt eben in der Familie.